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13. August 2009 Reinickendorf

Steffel bleibt Steffel.

Reinickendorfs LINKEN-Sprecher Yusuf Dogan zu Auslassungen des CDU-Wahlkreiskandidaten gegenüber der B.Z.

Man sollte annehmen, auch CDU-Menschen könnten mit wachsendem Alter dazulernen, vielleicht sogar ein bisschen weise werden. Nicht so "unser" Reinickendorfer CDU-Wahlkreiskandidat. Er kommt nicht aus seiner Haut. Frank Steffel ist und bleibt ein kalter Krieger, auch wenn er mal über einen roten Teppich stolpert.

Im Schlecht-Reden war er schon immer Spitze. Schönefeld ist für ihn immer noch irgend so ein Feldflughafen in der Zone. Den könne man doch dem sooo erfolgreichen Unternehmer, den Geschäftsleuten in Frohnau und Umgebung nicht zumuten. Dass sie gerade in Krisenzeiten auch vom Wachstumsmotor BBI profitieren können, will ihm wohl nicht in den Kopf.

Was scheren ihn im Übrigen die Hoffnungen von 400 Tausend Spandauer, Charlottenburger, Reinickendorfer und Pankower in der Einflugzone von Tegel, endlich in Ruhe schlafen zu können. Flugplätze gehören nun mal nicht in die Stadt. Und Westberlin ist - der friedlichen Revolution der DDR-Bürger sei Dank! - nicht mehr um-mauert.

Ob der CDU-Landesvize schon mal davon gehört hat, dass seit Monaten kluge Architekten, Wissenschaftler, Unternehmer, Umweltexperten, Politiker, darunter aus seiner Partei, sich Gedanken machen, was aus Tegel nach der Schließung werden soll? Der designierte Bezirksbürgermeister, auch von der CDU, fand die konzeptionelle Arbeit des Senats zur Nachnutzung von TXL - hört, hört! - "sehr ordentlich". Zugegeben: uns fehlt eine stärkere Mitsprache der betroffenen Bürgerinnen und Bürger, aber das kann ja noch kommen.

Was nun, Herr Steffel?

Bei allem bleibt eine Frage: Warum sollen die Reinickendorfer gerade ihn wählen, der sich nur um sich und seinesgleichen sorgt? Ich wüsste einen Besseren.


Yusuf Dogan

Bezirksvorsitzender der Reinickendorfer LINKEN