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14.09.2006

Herr Steffel ist halt Herr Steffel

Aussagen von Mitbewerbern zu einem Flyer des CDU-Wahlkreiskandidaten im WK 6

Karin Hiller-Ewers, SPD

Bis vor wenigen Tagen kannte ich diesen... Kandidaten-Flyer von Herrn Steffel nicht. Aufgebrachte Bürgerinnen und Bürger haben mich darauf aufmerksam gemacht und Ihren Unmut geäußert. Einen Unmut, den ich teile, denn eine derartige Verunglimpfung wider besseren Wissens durch den Kandidaten der CDU habe ich in den vergangenen Wahlkämpfen noch nicht erlebt...

Gerade in Zeiten, wo der braune Mob versucht, sich in der Stadt breit zu machen, wo Wahlkämpfer anderer Parteien und Menschen anderer herkunft und Hautfarbe, Obdachlose und Schwule attakiert und gewalttätig angegriffen und z. T. schwer verletzt werden, sollte auch ein Herr Steffel sein Agieren und seine Aussagen an der von allen im Abgeordnetenhaus und in der Reinickendorfer BVV vertretenen Parteien verabschiedeten Resoulution gegen Rechts orientieren. Stattdessen betreibt er eine diffamierende Verunglimpfung aller demokratichen Parteien und eine politische Brunnenvergiftung, die für mich absolut unakzeptabel und nicht hinnehmbar ist.
Ich erinnere an den Volksmund: "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen." Manche Menschen - wie Herr Steffel - können es nicht besser und werden dadurch unglaubwürdig. Ich erinnere in diesem Zusammenhang nur an zwei Beispiele, wo es die CDU nicht so genau nahm mit der Abgrenzung zu "Braun". 1992 gab es zwischen der CDU und den REPs eine Zusammenarbeit(die sog. Spandauer Gespräche). Frau Wanjura wollte sich mit den Stimmen der REPs zu Bürgermeisterin wählen lassen. Zahlenmäßig hätte es gereicht, aber es gab wohl einen "Abtrünnigen" in der CDU, der dieses Spiel nicht mitmachen wollte. Nach Bekanntwerden dieser "Spandauer Gespräche" verließen viele, auch mir persönlich bekannte Mitglieder die CDU.
Von daher empfinde ich die Äußerungen von Herren Steffel ...als eine bösartige Diffamierung, die jeder Grundlage entbehrt. Ich erwarte von Herrn Steffel eine Rücknahme dieser "Behauptung" und eine öffentlich Entschuldigung.
(11.09.2006)


Oliver Schruoffeneger, B90/Die Grünen:

Herr Steffel ist halt Herr Steffel. Er wird sich an einen normalen mitteleuropäischen Umgangston nicht mehr gewöhnen, sondern benimmt sich immer noch wie in seinen Junge Union Zeiten als 16 jähriger Schüler, wo rumpöbeln für ihn allemal wichtiger war, als eine inhaltliche Auseinandersetzung...
Bei Punkt drei muss er wohl zu tief ins Glas geschaut haben.... Was die Drohung mit rot-rot hier soll bleibt Steffels Geheimnis. Wahrscheinlich musste er diesen Blödsinn nur schreiben, um dann den heroischen Abwehrkampf der CDU gegen dieses Phantasiegebilde im Bezirk zu beschreiben und die anderen Parteien zu verunglimpfen. Und was die Nennung von allen anderen Parteien in einer Reihe mit der NPD betrifft, ist es mir eigentlich schon fast zu blöd darauf zu antworten. Nur soviel: Die einzige Partei, die sich ihre Mehrheiten für eine Bürgermeisterwahl mal mit den Stimmen der Rechtsaußen (Republikaner) besorgt hat, war die CDU Reinickendorf in den 90er Jahren.
Steffel und sachliche Auseinandersetzung, das sind zwei Dinge, die einfach nicht zusammen passen. Schade, denn mit solchen Umgangsformen wird viel zur Politikverdrossenheit beigetragen und mir ist es immer wieder unverständlich, warum gerade die Wählerschaft in Hermsdorf/Frohanu einem solchen Rüpel immer wieder zur Mehrheit verhilft.
(14.09.2006)


Mieke Senftleben, FDP:

Zum einen müssen wir ja mal sagen, rot-rot steht in Reinickendorf überhaupt nicht zur Debatte. Das ist ja nun ziemlich daneben! Die demokratischen Parteien in einen Topf mit den Rechten zu werfen, ist nicht nur dreist - es ist unverschämt! Dagegen verwehre ich mich vehement!
Was die Regeln eines fairen Miteinanders angeht - so ist er, der Kandidat! Ich finde es nur schade und auch sehr schwach, dass ich nie direkt auf ihn treffe. Bisher tauchte er nirgendwo auf, auf den verschiedenen Diskussionsrunden wurde er bisher immer vertreten. Das finde ich schon ein wenig merkwürdig!
(11.09.2006)


(zitiert nach kandidatenwatch.de)