Zurück zur Startseite
22.09.2009 Bundestagswahl 2009 • Spitzen

Ein Mann will nach oben

2006 - als er sich um einen Stuhl im Berliner Abgeordnetenhaus bewarb - hieß es bei ihm noch: "Da ich...Reinickendorfer Mittelständer bin, kommt für mich nur durch die Arbeit in einem Teilzeitparlament überhaupt ein politisches Mandat infrage." Hat er 2009 mehr Zeit?

Er ist stolz darauf, dass er "einen normalen Beruf" ausübt. Er ist Geschäftsführer und/oder Gesellschafter von 25 Unternehmen, Präsident der Reinickendorfer Füchse, Stellv. Landesvorsitzender seiner Partei, Stellv. Fraktionsvorsitzender und und und. Im abgeordnetenwatch wird er gefragt: "Warum fehlen Sie im Berliner Abgeordnetenhaus so oft bei den Sitzungen des Wirtschaftausschusses, obwohl sie dort der Vorsitzende sind?" Er widerspricht nicht, er antwortet erst gar nicht.

Er hat - so sagt er - "150 Termine" im Wahlkampf. In den meisten Runden der Direktkandidaten in den Schulen lässt er sich - obwohl angekündigt - vertreten (meistens schlecht). Er glaubt wohl, er kann sich das leisten. Auf dem Weg nach oben, an die Futtertröge der Macht.