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Ehrung der Opfer der Pogrome von 1938

Fotos: Reiner Schröter, Klaus Gloede

Am 9. November fanden in ganz Deutschland anlässlich des Jahrestags des Pogroms 1938 zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. In Reinickendorf luden Bezirksamt und BVV zu einem Gedenken am Denkmal am Rathaus Reinickendorf. Vertreter*innen der Fraktionen legten Blumen am „Mahnmal für die Opfer der Gewalt“ nieder. Für die Linksfraktion nahm Marion Kheir an der Ehrung teil.

Bürgermeister Frank Balzer ging in seiner Ansprache auch auf die aktuelle Situation in Deutschland ein. Der Kantor der ev. Gemeinde Wittenau trug zwei jüdische Lieder vor.
Zwei Schülerinnen des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums erinnerten in bewegenden Sätzen an die Opfer von Lidice. Am 10.6.1942 löschten die Nazi-deutschen Besatzer fast diesen  gesamten Ort aus - als Rache für die Tötung des deutschen "Stv. Reichsprotektors für Böhmen und Mähren" (wie es damals hiess) Reinhard Heydrich durch tschechische Partisanen. Die beiden jungen Frauen wiesen u.a. darauf hin, dass die letzten Zeitzeugen bald nicht mehr leben werden und ihre junge Generation die Erinnerung bewahren und weitergeben muss. Im September besuchten sie Lidice und  machten einen Schulbesuch in Prag. Eine enge Schulpartnerschaft verbindet heute die Suttner-Schule mit einem Prager Gymnasium. Ein hoffnungsvolles Zeichen für  Versöhnung und Frieden in Europa. Die nachdrückliche Forderung der Schülerinnen nach Demokratie und Brüderlichkeit, Toleranz und Respekt bildetenfür viele Besucher den eigentlichen Höhepunkt der Feierlichkeit. 

Unter den Teilnehmer*innen der Ehrung waren auch Mitglieder des OV Nord der LINKEN Reinickendorf und des VVN-BdA Reinickendorf. Sie legten mit anderen Reinickendorfer Bürger*innen am Ende der Veranstaltung Rosen am Lidice-Beet nieder.

Putzen von Stolpersteinen

Mitglieder der VVN-BdA Reinickendorf putzten am frühen Nachmittag Stolpersteine in Reinickendorf, so die für Hans und Hilde Coppi. Katina Schubert (MdA) hatte bereits am Donnerstag mit ihrem Team Stolpersteine, für die sie die Patenschaft übernommen hatte, geputzt.

Ein neuer Stolperstein

Am Nachmittag gab es noch eine Stolpersteinverlegung in Frohnau. Die Verlegung des Stolpersteins für Wolfgang Besig erfolgte in Anwesenheit seiner Nichte und weiterer Angehöriger um 15.30 Uhr in der Hainbuchenstraße 20. Dabei waren mehr als 50 Reinickendorferinnen und Reinickendorfer, darunter auch Mitglieder des OV Nord der LINKEN Reinickendorf und des VVN-BdA Reinickendorf.