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Hakan Taş vor Ort und unterwegs im Bezirk

Wir in Reinickendorf • 07-08/2014

Fotos: Team Taş

Als Sprecher für Inneres, Partizipation und Flüchtlinge der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus ist der Reinickendorfer Abgeordnete besonders an der Situation der Flüchtlinge und Asylsuchenden in unserem Bezirk interessiert. Das bestimmte auch die Auswahl der Stationen seiner Wahlkreistour am 13. Juni 2014.

1. Station: Wahlkreisbüro, Brunowstraße 57.

Nach der Eröffnungsfeier am 16. Mai 2014 ist im Büro der Alltag eingezogen. Freunde, die nicht dabei sein konnten, interessierte Nachbarn schauen rein, wünschen Erfolg, Bürger bitten um Rat - und erhalten ihn. Die LINKE feierte hier ihre Wahlparty nach erfolgreichem Europa-Wahlkampf. Die BO „Rote Jugend Reinickendorf“ fühlt sich bei Hakan, Servan und Yusuf zu Hause.

Hakan Taş hat sich mit Reinickendorfs stellvertretendem Bezirksbürgermeister Andreas Höhne (SPD) verabredet. Der Stadtrat bekennt: „Als Kommunalpolitiker liebe ich die kleinen Schritte.“ Die Gesprächspartner sind sich einig: Was zählt, sind nicht die großen Gesten, sondern konkrete Veränderungen im Interesse der Menschen. Zentrales Thema des offenen und vertrauensvollen Gesprächs ist die Flüchtlingspolitik. Andreas Höhne weiß um das unermüdliche Engagement des LINKEN-Politikers für die Rechte der Asylsuchenden und Flüchtlinge, teilt die Forderung nach Aufhebung der Residenzpflicht.

Als zuständiger Stadtrat hat er dafür gesorgt, dass die Reinickendorf zugewiesenen Asylbewerber und Flüchtlinge – es sind bald tausend - an drei Standorten in unserem Bezirk vernünftig aufgenommen worden sind. Nach anfänglichen von der CDU geschürten Ängsten ist das Verständnis in der Bevölkerung für Menschen in Not spürbar gewachsen. Eine wichtige Rolle spielte und spielt dabei das ehrenamtliche Netzwerk „Willkommen in Reinickendorf“ zur Unterstützung der Flüchtlinge, in dem sich auch Mitglieder der LINKEN engagieren. Ausdrücklich gewürdigt wird die Tätigkeit des bezirklichen Integrationsbeauftragten Oliver Rabitsch, „ein Glücksfall“, wie allerorts bestätigt wird.

2. Station: Mehrgenerationenhaus Auguste-Viktoria-Allee 17.

Zeinab Nasereddin und Hakan Taş sind „alte“ Bekannte. Die Chefin der Integrationslotsinnen stellt ihre Mitarbeiterinnen vor. In 23 Sprachen, die eigenen Erfahrungen nutzend, „lotsen“ sie die Migranten und Neuangekommenen durch das Alltagsleben in unserem Land. Sie verstehen sich als Mittler zwischen unterschiedlichen Kulturen, organisieren Deutschkurse, beraten in sozialrechtlichen Fragen, helfen in Krisensituationen, begleiten zu Ämtern, Ärzten, KiTas und Schulen, - Probleme „querbeet“, sagt Frau Nasereddin. Mit der Betreuung der Flüchtlingsheime ist eine weitere Aufgabe hinzugekommen. Hakan würdigt die „wunderbare gesellschaftlich wichtige Arbeit“ der Gruppe. Auf Initiative der LINKEN unter Rot-Rot öffentlich gefördert, war ihr Wirken in der Folgezeit von politischer Kurzsichtigkeit und den Kürzungen der Arbeitsförderungsprogramme betroffen. Jetzt sind sechs plus eine Stelle finanziell gesichert, mindestens noch zwei, besser drei werden gebraucht. Hakan Taş wird sich dafür einsetzen.

Im Interkulturellen Mädchentreff wird eine Ausnahme gemacht: Wir dürfen auch als Männer hinein und erhalten einen Einblick in die Vielfalt der angebotenen Programme. Hakan verspricht, gemeinsam mit den Frauen und Mädchen zu kochen.

3. Station: Flüchtlingsheim, Scharnweberstraße 24.

Im Dezember 2013 als Notunterkunft eingerichtet, beherbergt das Heim z.Z. etwa 200 Flüchtlinge. Heimleiter Grunewald vom Träger PeWoBe informiert: Nach Baumaßnahmen zur Sicherung des Brandschutzes sollen dort in Kürze 300 Flüchtlinge sowie 15 Obdachlose eine Bleibe finden. Hakan interessieren vor allem die Lebensbedingungen im Heim. Noch fehlen ein Gemeinschaftsraum und ein Spielplatz für die Kinder (derzeit 88). In den Ferien wird für sie ein Sprach- und Freizeitcampus über Albatros geplant. Dem Heimleiter wird empfohlen, einen engeren Kontakt zum Netzwerk zu unterhalten.

4. Station: Letteplatz.

Wie im Vorjahr schaut Hakan beim Lettefest vorbei, erfreut sich an dem bunten Leben und Treiben, genießt türkische Kost, trifft Bekannte, wird von Bezirksstadtrat Lambert (CDU) begrüßt. Die Entwicklung im Lettekiez in Reinickendorf-Ost mit der multikulturellen und sozialen Zusammensetzung seiner Anwohner ist eine kleine Erfolgsgeschichte unseres Bezirkes.

Yusuf Dogan / Klaus Gloede