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Am Rande

Wir in Reinickendorf • 06/2003

Steffel gibt auf?

Unternehmer ist nun mal nicht gleich Unternehmer. Das konnten wir durch die Auseinandersetzungen in der Berliner CDU so ganz nebenbei erfahren. Mit gerümpfter Nase urteilten die alteingesessenen Unternehmer den „Teppichhändler“ aus Reinickendorf als intrigant ab. Bietet die Steffel- CDU nicht mehr die Gewähr dafür, dass sich die „Richtigen“ am Fleischtopf, sprich dem Berliner Landeshaushalt, bedienen können wie in der Vergangenheit?

Eine weitere Lehre für alle einfach Denkenden: Obwohl das Berliner Kapital die CDU, zumindest laut den Klagen des Landesschatzmeisters, finanziell austrocknen lässt, entwickelt die Partei doch einen selbstmörderischen Eigensinn. Denn, obwohl zurück getreten, der Sieger am Ende ist - Frank Steffel. Sowohl der neue Fraktionsvorsitzende Zimmer als auch der neue Landesvorsitzende Zeller sind erkennbar von seinen Gnaden. So wird die CDU in Berlin zu keiner ernsthaften und glaubwürdigen Oppositionspartei – zum Schaden der Demokratie.

Die Seilschaft ist tot – es lebe die Seilschaft.

Robert Scholz