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Welchen Dieb meint Frau Wanjura?

Wir in Reinickendorf • 10/2004

Karstadt will sein Haus in der Berliner Straße abstoßen. Bürgermeisterin Wanjura schlägt Alarm: Die Innenstadt verödet, haltet den Dieb.

Von Unternehmerverbänden verlautet, die Politik solle in Sachen Karstadt was unternehmen. Diese Art Verbände sind zwar in Arbeitnehmerfällen eher weniger, aber in Unternehmensfällen eher mehr für Hilfe vom Staat. Doch die Politik sollte wirklich was tun.

Dass Karstadt eher als andere seinesgleichen der Hammer trifft, ist zwar hausgemacht. Die Gewerkschaft hat schon früher darauf hin gewiesen, dass das Topmanagement die örtlichen Käuferstrukturen und -bedürfnisse weder kennt noch berücksichtigt.

Nicht hausgemacht ist, dass die Leute weniger Geld zum Ausgeben haben. Arbeitsplätze brechen weg, die Arbeitseinkommen brechen ein. Das unterste Viertel der deutschen Haushalte geht längst ans Eingemachte. Seine Ersparnisse haben sich, soweit vorhanden, in zehn Jahren halbiert. Hier muss man darauf studieren, mit dem Einkommen auszukommen - und schafft es doch nicht. Im obersten Viertel muss man darauf studieren, das Einkommen auszugeben. Hilft aber nichts, die Geldvermögen wachsen, in der gleichen Zeit um ein Viertel.

Das jedenfalls liegt an der Politik, die Frau Wanjuras CDU eher noch schlimmer machen möchte. Aber ob Frau Wanjura das beim Alarmschlagen meinte?

Reineke