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Am Rande

Wir in Reinickendorf • 11/2004

Zurück auf „Los“

Das bezirkliche Seebad-Monopoly steckt vorerst fest. Schade eigentlich, aber auf dem Monopoly- Brett ist es von der „Badstraße“ zur „Schloßallee“ nun mal ein weiter Weg. Er wird erschwert durch nicht kalkulierbare „Ereigniskarten“ und, nicht zuletzt, die Gefängnisoption. Der Erfolg hängt natürlich auch am Würfelglück, wenngleich sich erfolgreiche Spieler einig sind, dass letztlich nicht das Glück, sondern taktisches Vermögen und vorausschauendes Geschick den Ausschlag geben.

Gute Spieler lernen aus Fehlern - so sie diese erkennen (wollen). Im Bezirksamt, in der BVV und den agierenden Parteien macht sich allmählich die Idee breit, die „Gemeinschaftskarte“ zu ziehen.

Eine gute Idee. Das Gebot der Stunde wäre es jetzt, mit der „Bürgerinitiative Greenwichpromenade“ und anderen Anwohnern in Tegel sowie interessierten Investoren in eine neue Vorplanungsphase zu treten: in einen ergebnisoffenen Ideenwettbewerb.

Beim Monopoly wäre das natürlich nur eine zeitweilige Option. Zum Schluss kriegt doch ein Gewinner alles. Es könnte ganz gut sein, dass dieser Verdacht bisher die Akzeptanz der Anwohner und Geschäftsleute mindert. Er passt auf die bisherige, weitgehend CDU-gestützte Vorgehensweise.

Stadtplanung wird nur zum Teamspiel, wenn alle gewinnen sollen. Das ließe die Hoffnung zu, dass von den nun geforderten BVV-Ausschüssen ein überzeugendes und realistisches Konzept vorgelegt wird. Schluss mit Monopoly.

Jürgen Schimrock