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Greenwichpromenade: Man könnte ja die Bürger fragen!

Wir in Reinickendorf • 11/2004

Wird sie nun anders oder bleibt sie so - die Greenwichpromenade; Fotos: Schimrock

Im Oktober gingen die Diskussionen weiter. Im Ausschuss für Bauwesen und Stadtplanung erklärte Baustadtrat Dr. Wegner (CDU), dass das Bezirksamt die Planungsarbeiten aussetzen werde, da keine belastbaren Vorschläge zur weiteren stadtplanerischen Gestaltung eingegangen seien.

Die Vertreter von SPD, FDP und B90 akzeptierten, dass zur Fortführung des Projekts gegenwärtig die Voraussetzungen fehlen mögen, hielten jedoch dagegen, dass die Gründe für das bisherige Scheitern des Anliegens neben mangelndem Interesse der Wirtschaft auch in der  fehlenden frühzeitigen Einbeziehung  der Bürgerinnen und Bürger liegen.

Ein Ausweg aus der Situation könnte der Antrag der Bezirksverordneten Renate Herranen für die 33. Sitzung der BVV sein, das Bezirksamt solle einen Ideenwettbewerb starten, sich mit den Anwohnerinnen und Anwohnern beraten und wissenschaftliche Einrichtungen einbeziehen, also Demokratie praktizieren. Dr.Wegner hat die Antwort schon parat: dafür habe er keine finanziellen Mittel.

Bleibt die Frage: Woher hat er denn das Geld für die bisherige Planung genommen?

Rolf Mauersberger

WiR dokumentiert

Ideenwettbewerb für Greenwichpromenade

Renate Herranen hat folgenden Antrag an die 33. Sitzung der BVV am 10.11.2004 gestellt:

Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, für die Greenwichpromenade und den Ortsteil „Alt-Tegel“ einen Ideenwettbewerb auszuschreiben.

Ziel des Wettbewerbs soll sein, Ideen und Vorschläge für stadtplanerische (Um-)Gestaltungsmöglichkeiten von den Anwohnern und Gewerbetreibenden des Areals in Erfahrung zu bringen.

Die Ergebnisse sind auf ihre Konsensfähigkeit innerhalb des Gemeinwesens und hinsichtlich ihrer kostengünstigen Umsetzungsfähigkeit zu prüfen. Sie wären dann ggf Grundlage für das Tätigwerden des Bezirksamtes bzw. für eine erneute Suche nach Investoren mit konkreten Gestaltungsvorgaben.

Begründung:

Eine wie im Antrag beschriebene Vorgehensweise würde ein Beispiel geben, wie eine langfristige Stadt- bzw. Kiezplanung, ausgehend von den Bedürfnissen der Anwohnerschaft und des Gemeinwesens, im besten Sinne demokratisch durch das Bezirksamt betrieben werden kann.Planungen haben somit von vornherein einen größeren Konsens und stoßen  auf eine weitgehende Akzeptanz. Durch eine derartige politisch gewollte Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger lassen sich darüber hinaus auch kostensparende Effekte erzielen.

(Drucksache 0999/XVII)