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Nur eine „Falschinterpretation“?

Wir in Reinickendorf • 04/2006

Aus dem für ihn schockierenden Erlebnis der CDU-Veranstaltung im Märkischen Viertel am 10.1.2006 (vgl. WiR 02/2006) hatte Yusuf Dogan, deutscher Staatsbürger türkischer Herkunft, für die 47.Sitzung der BVV Reinickendorf eine Einwohnerfrage gestellt (vgl. WiR 03/2006). Bezirksamt und BVV verweigerten eine Antwort. Der BVV-Vorsteher reichte die Frage an den Organisator der Veranstaltung Michael Dietmann (MdA) weiter. Dessen Meinung nach - so erfuhr WiR - beruhe die Reaktion von Yusuf Dogan lediglich auf einer „Falschinterpretation“.

Dass Yusuf Dogan die in der CDU-Veranstaltung vorherrschende und geduldete Stimmung wohl kaum „fehlinterpretiert“ hat, zeigt ein Leserbrief von Herrn Klaus Dieter Sch. an WiR. Der Briefeschreiber meint, wie „viele meiner Mitbürger auch, das es vielzuviel Ausländer im MV gibt und das die Gesobau diesen Zuzug von Ausländern drastisch stoppen sollte (...). Das gilt natürlichauch für die anderen angeführten Randgruppen!!!!!“ (Zitat).

Mit gutem Grund begrüßt daher Yusuf Dogan in einem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden und die Einzelverordnete in der BVV Reinickendorf dieser Tage, dass sich unser Bezirksparlament erneut gegen jegliche Ausgrenzung von Mitbürgern in Reinickendorf aussprechen will (Antrag der SPD-Fraktion vom 7.3.06, Drucksache-Nr. 1401/XVII).

Wenigstens das.

F.W.