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Weg zur Schließung des Flughafens Tegel endlich frei

Wir in Reinickendorf • 04/2006

Linkspartei.PDS Reinickendorf begrüßt Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 16. März 2006 mit seinem Beschluss den Weg zum Ausbau des Flughafens Schönefeld zum Airport Berlin-Brandenburg International (BBI) geebnet.

Der Bezirksvorstand der Linkspartei.PDS Reinickendorf begrüßt diese Entscheidung. Damit wird endlich auch der Weg zur Schließung des Flughafens Tegel freigemacht. Gleichzeitig wird einer jahrelangen Forderung der Linkspartei.PDS Rechnung getragen, die regelmäßig auf das von innerstädtischen Flughäfen ausgehende Gefahren- und Lärmpotential hingewiesen hat.

Wir erneuern unsere Forderung nach strikter Einhaltung des Nachtflugverbots und erwarten gleichzeitig, dass die Flughafenbetreiber den Sorgen und Befürchtungen der Anwohner des Flughafen BBI Rechnung tragen. Die Auflagen des Bundesverwaltungsgerichtes sind ausnahmslos einzuhalten.

Für zehntausende Reinickendorfer Bürgerinnen und Bürger wird sich hoffentlich spätestens ab 2012 die Wohnqualität deutlich verbessern. Damit verbunden bieten sich für den Bezirk ab sofort noch bessere Möglichkeiten, einen Schwerpunkt auf Förderung von Tourismus, Naherholung, Natur- und Umweltschutz zu legen. Das frei werdende Areal am und um den heutigen Flughafen lässt der Phantasie weiten Spielraum.

Die Linkspartei.PDS Reinickendorf regt an, heute schon einen offenen Ideenwettbewerb auszuschreiben und damit einen Prozess einzuleiten, der die Reinickendorfer Bürgerinnen und Bürger von Anfang an und dauerhaft in die Planungen für die Zeit nach Einstellung des Flugbetriebes in Tegel einbezieht.

Im Interesse der Menschen am Kutschi oder der Unternehmer in Frohnau?

WiR dokumentiert

Stefan Liebich, Linkspartei. PDS am 23. März 2006 im Berliner Abgeordnetenhaus: „Wir wollen die schnelle Schließung von Tegel und Tempelhof. Mit der nun getroffenen Entscheidung ist klar, dass es eine Lärm- und Umweltentlastung für cirka 350.000 direkt betroffene Berlinerinnen und Berliner geben wird. Mit CDU und FDP hätte man eine Entscheidung, wie wir sie jetzt haben, nie erreicht, weil (...) immer offengeblieben ist, ob man nicht lieber zwei, drei oder vier Flughäfen in Berlin haben will.“

Marlies Wanjura, Bezirksbürgermeisterin (CDU):„Allein in Reinickendorf existieren 9.500 Unternehmen, im Umland haben sich außerdem zahlreiche Wirtschaftsunternehmen angesiedelt. Diese benötigen einen Flughafen in ihrer direkten Nähe. Vielleicht verträgt so eine prosperierende Stadt wie Berlin in gut sechs Jahren ... auch zwei Flughäfen.“