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"berlinpass" - Reinickendorf mal so, mal so

Wir in Reinickendorf • 7/2009

Michael Rohr, Mitglied des Bezirksvorstands der LINKEN Reinickendorf, erkundigte sich in der Juni-Sitzung der BVV in einer Einwohnerfrage, welche sozialen und kulturellen Einrichtungen, Vereine und Unternehmen aus Reinickendorf sich mit Angeboten an der Ausgestaltung des "berlinpass" beteiligen? Bezirksstadtrat Ruschin (CDU) zählte sieben Angebote auf: die Reinickendorfer Bibliotheken, Graphothek, Heimatmuseum, Musikschule, Centre Talma, SportJugendClub und Volkshochschule - Angebote, die auch im Internet auf der homepage der Senatsverwaltung für Soziales unter www.berlin.de/sen/soziales/sicherung/berlinpass/angebote zu finden sind. Auf Nachfrage, ob Bürgerinnen und Bürger mit dem "berlinpass" freien Eintritt in allen Kultureinrichtungen des Bezirkes bzw. Ermäßigung bei Sonderveranstaltungen, Konzerten, Theateraufführungen, Workshops und Kursen des Bezirksamtes erhalten, erwiderte er, das sei im Prinzip gegeben. Aussagen über eventuelle Angebote von Vereinen und Unternehmen, z. B. von der Initiative Reinickendorf e.V. blieb der Stadtrat schuldig, geschweige denn, dass er sich für solche einsetzen werde. Vielleicht ist das auch nicht von einem CDU-Politiker zu erwarten, der den "berlinpass" - bundesweit ein einmaliges Angebot - noch im März als "Flitzidee des Senats" zu diskreditieren versuchte.

Als Sportler wollte es Thomas-David Lühmann, Sprecher der Linksjugend['solid] Reinickendorf, genauer wissen. In der Juli-BVV fragte er Sportstadtrat Balzer, ob er nicht seinen Einfluss geltend machen könne, auch Reinickendorfer Sportvereine dafür zu gewinnen, Angebote für den "berlinpass" für die berechtigte Personengruppe zu unterbreiten. Herr Balzer verwies auf das Förderprogramm „Kids in die Sportklubs“, das allen Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren, deren Erziehungsberechtigte Empfänger von öffentlichen Unterstützungsleistungen sind und ihren Hauptwohnsitz in Berlin haben, eine beitragsfreie Mitgliedschaft im Sportverein ermöglicht. Als Nachweis genügt die Vorlage des „berlinpass“. Der Landessportbund beteiligt sich an den Betreuungskosten im Sportverein mit bis zu 10,00 Euro pro Person und Monat (vgl. www.lsb-berlin.net/fileadmin/pdfs/jugendarbeit/KidS_Merkblatt_Sportvereine.pdf ). Der Stadtrat sicherte zu, über die Bezirkssport-AG nochmals alle Sportvereine auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen.

A.B.

Bundesweit Vorreiter: der "berlinpass"

Seit Januar 2009 gibt es in Berlin den "berlinpass". Mit dem Pass bekommen Bürgerinnen und Bürger, die Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Sozialhilfe, Grundsicherungsrente oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, vergünstigten Eintritt bei Kultur, Sport und Freizeit. Mit dem "berlinpass" erhalten sie jetzt auch die vergünstigte Monatskarte im Nahverkehr von BVG und S-Bahn. Mit diesem bundesweit einmaligen Angebot ist Berlin Vorreiter für eine solidarische Stadt, die auch ihre Kultur- und Freizeitangebote für alle Menschen öffnet.

aus: "Wo wir stehen. Wohin wir wollen. Die Politik des Berliner Senats 2006-2009", S. 18.