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ausgewählte Gedenkstätten in Reinickendorf

Wir in Reinickendorf • 5/2010

Denkmal Rathauspark

Opfer der NS-Diktatur und des zweiten Weltkrieges                     

Inschrift auf dem Sockel: 
JEDE WELTANSCHAUUNG DIE SICH AUF GEWALT GRUENDET RÄDERT DEN MENSCHEN AUF IHREN SYMBOLEN.               

Inschrift der Bodenplatte:   
ZUM GEDENKEN AN DIE UNTER DER NATIONALSOZIALISTISCHEN GEWALTHERRSCHAFT 1933-1945 VERFOLGTEN, DEPORTIERTEN UND ERMORDETEN MITBÜRGER

Inschrift der Steinplatte in der Umrandung einer Blumenrabatte:

Deutsche,
ihr sollt es wissen
Entsetzen,
Scham und Reue ist das Erste,
was not tut.
Thomas Mann


LIDICE

Am Rathaus Reinickendorf

Eichborndamm 215, 13437 Berlin


Gedenktafel Rathaus Reinickendorf

verfolgte Juden


Inschrift:

VON 1933 BIS 1945 WURDEN VIELE REINICKENDORFER BÜRGER OPFER VON TERROR, POLITISCHER UNTERDRÜCKUNG UND RASSISMUS.
WEIT UEBER 1000 REINICKENDORFER BÜRGER WURDEN VERFOLGT, WEIL SIE ODER IHRE VORFAHREN JUDEN WAREN.
SIE WURDEN ENTRECHTET, GEDEMÜTIGT, ENTWÜRDIGT.
SIE WURDEN VERJAGT ODER ZUR AUSWANDERUNG GEZWUNGEN.
SIE WURDEN IN DEN TOD GETRIEBEN.
SIE WURDEN ERMORDET.
NUR WENIGE ERHIELTEN HILFE VON IHREN MITBÜRGERN.

Rathaus Reinickendorf im Treppenaufgang des Altbaus

Eichborndamm 215-239, 13437 Berlin


Gedenktafel der "Reichsausschusskinder" Eichborndamm

Kinder (sog. Reichsausschusskinder)
Inschrift:

UNTER DEM TARNNAMEN "KINDERFACHABTEILUNG" IN DER NERVENKLINIK WURDEN VON 1942 BIS 1945 IN DIESEM HAUS 66 MÄDCHEN UND 109 JUNGEN ALS SOGENANNTE "REICHSAUSSCHUSSKINDER" UMGEBRACHT. UNTER NATIONALSOZIALISTISCHER HERRSCHAFFT ERFUHREN SIE NICHT HILFE, SONDERN WURDEN GNADENLOS ZUM EXPERIMENTIERFELD. VON DEN 175 KINDERN STARBEN 81 EINEN QUALVOLLEN TOD. IHR ALTER LAG ZWISCHEN WENIGEN MONATEN UND 16 JAHREN.

Eichborndamm 238, 13403 Berlin


Gedenktafel Bernhard Lichtenberg

Domprobst Bernhard Lichtenberg


BERNHARD LICHTENBERG 03.12.1875-05.11.1943
STELLVERTRETEND FÜR ALLE WIDERSTANDSKÄMPFER
GEGEN DIE NATIONALSOZIALISTISCHE GEWALTHERRSCHAFT

Bernhard-Lichtenberg-Platz
Bernauer Straße/ Ecke Seidelstraße

Bernauer Straße, 13507 Berlin


 

 

Gedenktafel Dr. Max Hodann

Dr. Max Hodann

Inschrift:

Hier arbeitete von 1922 bis 1933
MAX JULIUS HODANN
30.08.1894-17.12.1946
Arzt und Sexualpädagoge
Stadtarzt und Leiter des Gesundheitsamtes
Reinickendorf
Emigrierte 1933, zuletzt nach Schweden

Alt-Reinickendorf 45, 13407 Berlin


Gedenktafel Ehemaliger Französischer Ehrenfriedhof

Zwangsarbeiter; Kriegsgefangene; KZ-Häftlinge

Inschrift:

AN DIESER STELLE BEFAND SICH
VON 1946 - 1952 EIN FRIEDHOF
DER FRANZÖSISCHEN ALIIERTEN


NEBEN MEHREREN TAUSEND ZWANGSARBEITERN UND
KRIEGSGEFANGENEN AUS DIESERZEIT DES ZWEITEN WELTKRIEGES
WAREN HIER VON SEPTEMBER 1948 BIS ZUR AUFLÖSUNG DES
FRIEDHOFES AUCH 34 EHEMALIGE HÄFTLINGE VERSCHIEDENER
KONZENTRATIONSLAGER BESTATTET. SIE WAREN NACH
MEHRTÄGIGEN TODESMÄRCHEN AM 13. APRIL 1945
IN DER FELDSCHEUNE DES GUTES ISENSCHNIBBE
BEI GARDELEGEN BEI LEBENDIGEM LEIBE VERBRANNT
UND IN MASSENGRÄBERN VERSCHARRT WORDEN.

Eingang des Poloplatzes (Ehemaliger Französischer Ehrenfriedhof)

Schönfließer Straße 13-19, 13465 Berlin


Gedenktafel Evangelische Johannes-Kirche

Jüdische Opfer aus Frohnau

Inschrift:

Jüdische Nachbarn
1933-1945
verfolgt
vertrieben
ermordet
vergessen?

vor der Evangelischen Johannes-Kirche

Zeltinger Platz 18, 13465 Berlin


Gedenktafel Falkentaler Steig

jüdische Opfer

Inschrift:

DIESES HAUS WAR SEIT 1926 EIN JÜDISCHES KINDERHEIM. ZUR ZEIT DES NATIONALSOZIALISMUS WURDE ES SYNAGOGE UND BILDETE DEN MITTELPUNKT JüDISCHEN LEBENS IN REINICKENDORF.

NACH DEN ZERSTÖRUNGEN IN DER REICHSPROGROMNACHT 1938 MUSSTEN AUF BEHÖRDLICHE ANORDNUNG AN DIESEM ORT JUDEN EINZIEHEN. VIELE VON IHNEN WURDEN DEPORTIERT UND ERMORDET.

1944 ENTEIGNET, BLIEB DAS HAUS NOCH LANGE IM BESITZ DES LANDES BERLIN.

Falkentaler Steig 16, 13467 Berlin


Gedenktafel Hans Coppi und Hanno Günther

Hans Coppi und Hans (Hanno) Günther


Inschrift:

Scharfenberger leisteten Widerstand gegen
den Nationalsozialismus

Hans Coppi - Hanno Günther
hingerichtet
22.12.942 - 3.12.1942

Gedenktafel auf der Schulfarminsel

Insel Scharfenberg, 13505 Berlin


Gedenktafel Hans und Hilde Coppi

Hans und Hilde Coppi


Inschrift:

Hier lebten
Hans und Hilde Coppi
Hans wurde am 22.12.1942
Hilde am 5.8.1943
nach der Geburt ihres Kindes,
von den Hitlerfaschisten
ermordet.

Kleingartenkolonie Am Waldessaum


Gedenktafel K. Lüdke, H. Harder und W. Hentze

Mitarbeiter der Firma Stolzenberg - Widerstandsgruppe "Saefkow"


Inschrift:

Im Kampf gegen den Faschismus
fielen den Henkern zum Opfer
unsere unvergeßlichen Kollegen

KARL LÜDKE
hingerichtet am 29. Januar 1945

SIEGFRIED FORSTREUTHER
hingerichtet am 30. Oktober 1944

WALDEMAR HENTZE
verstorben im Gefängnis am 18. Februar 1945

"Lieber vom Feind erschlagen,
als für den Feind zu fallen."
Karl Lüdke
am Tage der Urteilsverkündigung.
Berlin Reinickendorf-West, den 29. Januar 1946
Die Belegschaft der Firma
Friedrich Stolzenberg & Co. G.m.b.H.

Saalmannstraße 9, 13403 Berlin


Gedenktafel Widerstandsgruppe "Mannhart"

Widerstandsgruppe "Mannhart"


Inschrift:

DEM GEDENKEN
AN DIE
WIDERSTANDSGRUPPE MANNHART
BEI
RHEINMETALL-BORSIG

1941 BIS 1943 KÄMPFTEN DEUTSCHE MÄNNER
UND FRAUEN IN WORT, SCHRIFT UND TAT
GEGEN DIE
NATIONALSOZIALISTISCHE ZWANGSHERRSCHAFT.
VIER VON IHNEN WURDEN
AM 25. SEPTEMBER 1944 HINGERICHTET,
ANDERE VERBÜSSTEN ZUCHTHAUSSTRAFEN

Berliner Straße 27-33, 13507 Berlin


Denkmal Widerstandsgruppe "Mannhart"

Widerstandsgruppe "Mannhart"


Inschrift:

Viele Menschen aus der Schubartstraße leisteten mutigen
Widerstand gegen den Nationalsozialismus, darunter auch
Mitglieder der Gruppe Mannhart (Rheinmetall-Borsig).
Sieben wurden ermordet

Paul Bruske, Paul Lehmann, Friedrich Lüben,
Anna und Emil Becker, Anna und Richard Beuthke

"Ich möchte, daß man weiß: daß es keinen namenlosen Helden gegeben hat" (Julius Kämpfer, 1943 ermordet)

Schubartstraße 55, 13509 Berlin


Gedenktafel Widerstandsgruppe Anton Saefkow

Mitarbeiter der Firma Teves - Widerstandsgruppe "Saefkow"


Inschrift:

DEM GEDENKEN
AN DIE
WIDERSTANDSGRUPPE ANTON SAEFKOW
BEI DER
FIRMA ALFRED TEVES

1933 BIS 1944 KÄMPFTEN DEUTSCHE MÄNNER
UND FRAUEN IN WORT, SCHRIFT UND TAT
GEGEN DIE
NATIONALSOZIALISTISCHE hERRSCHAFT.
MEHR ALS 50 MITGLIEDER WURDEN
IM SEPTEMBER 1944
IM ZUCHTHAUS BRANDENBURG HINGERICHTET.

In der Filiale der Romain-Rolland-Oberschule (Gymnasium)

Hermsdorfer Straße 14, 13437 Berlin


Gedenktafel Widerstandsgruppe Uhrig

Widerstandsgruppe um Robert Uhrig


Inschrift:

DEM GEDENKEN
AN DIE
WIDERSTANDSGRUPPE UHRIG
IN DER DEUTSCHEN
WAFFEN- UND MUNITIONSFABRIK

VON 1933 BIS ZU IHRER VERHAFTUNG 1942
KÄMPFTEN DEUTSCHE MÄNNER UND FRAUEN
MIT WIDERSTANDSGRUPPEN AUS ANDEREN BETRIEBEN
IN WORT, SCHRIFT UND TAT
GEGEN DIE
NATIONALSOZIALISTISCHE HERRSCHAFT
UND DIE FORTSETZUNG DES KRIEGES.
16 WIDERSTANDSKÄMPFER
WURDEN IN DER UNTERSUCHUNGSHAFT ERMORDET,
WEITERE 36 HINGERICHTET

Eichborndamm 107-109, 13403 Berlin


Gedenktafel Wittenauer Heilstätten

Foto: Wikipedia

Opfer der Euthanasie


Inschrift:

IN DEN WITTENAUER HEILSTÄTTEN WURDEN 1933-1945 TAUSENDE VON PATIENTEN ZU OPFERN NATIONALSOZIALISTISCHER VERBRECHEN.

DAS LEBEN DIESER MENSCHEN GALT ALS WERTLOS. SIE WURDEN ALS FORTPFLANZUNGSUNWÜRID BEZEICHNET UND ZWANGSSTERILISIERT. SIE STARBEN DEN GEWALTSAMEN HUNGERTOD. SIE WURDEN IN TÖTUNGSANSTALTEN DEPORTIERT UND DORT MIT MEDIKAMENTEN VERGIFTET ODER IN GASKAMMERN ERMORDET.

DIESE MENSCHEN WAREN SCHUTZBEFOHLENE. SIE WURDEN VON JENEN GETÖTET, DIE SIE SCHÜTZEN SOLLTEN. DIE VERBRECHEN AN DIESEN WEHRLOSEN KRANKEN SIND UNSÜHNBAR. DIE SCHULDIGEN SIND BEKANNT.
DIE OPFER SIND UNVERGESSEN!

Oranienburger Straße 285, 13437 Berlin


Russischer Friedhof

Grabstätten russischer Kinder, Zwangsarbeiter und Sowjetsoldaten

Wittestraße 37, 13509 Berlin

(Bemerkung: bisher noch nicht in der Liste der Gedenkstätten)


Denkmal Albert Brust und Richard Neumann

Albert Brust und Richard Neumann


Inschrift:

KZ

RICHARD NEUMANN
VON FASCHISTEN ERSCHOSSEN AM 26.04.45

ALBERT BRUST
HINGERICHTET AM 26.09.44

SIE WAREN KÄMPFER GEGEN DEN FASCHISMUS
VERGESST SIE NIE!

Falkenplatz, 13505 Berlin


Gedenktafel Hermann Schulz

Hermann Schulz


Inschrift:

Portrait des Hermann Schulz


HERMANN SCHULZ

10.09.1890-10.11.1942

LEBTE IN UNSEREM BEZIRK UND UNTERRICHTETE
LANGE JAHRE AN DER "GRAUEN SCHULE"
IN DER AUGUSTE-VIKTORIA-ALLE. ER STARB IM
WIDERSTAND GEGEN DIE NAZIHERRSCHAFT

Hermann-Schulz-Grundschule
OT Reinickendorf

Kienhorststraße 67-79, 13403 Berlin


Gedenktafel Wilhelm Staehle

Oberst Wilhelm Staehle


Inschrift:

Oberst Wilhelm Staehle
*20.11.1877 gest. 23.04.1945

Dem Kommandanten der Invalidensiedlung, der wegen seiner Teilnahme am Widerstand gegen das Hitler-Regime unmittelbar vor Ende des Krieges von den Nationalsozialisten ermordet wurde, zum Gedenken.

zwischen den Häusern 11 und 12

Invalidensiedlung, 13465 Berlin