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Die „Flotte Lotte“ wird 25!

Wir in Reinickendorf • 9/2010

Agnes Steyer-Fontana; Foto: Klaus Gloede

Rat, Tat und viel Unterstützung für Frauen

Dem Alter mit Gelassenheit entge­gen sehen? Zufriedenheit erlangen? Diese Fähigkeiten zu erlernen, erscheint verlockend. Diese Möglichkeit - und viele andere - bietet das Kommunikations- und Lernzentrum für Frauen „Flotte Lotte“. Es feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Wir gratulieren sehr herzlich.

Die Einrichtung im Märkischen Viertel, die 1985 als „Verein Flotte Lotte - Frauen und Mütter im Berliner Norden e.V.“ gegründet wurde, wird inzwischen von Frauen unterschiedlichen Alters und Herkunft aus dem gesamten Bezirk Reinicken­dorf und anderen Bezirken besucht.

Für jede etwas im Angebot

Die Interessen sind dem jeweiligen Alter entsprechend verschieden. Die jüngeren möchten sich überwiegend beruflich neu orientieren, die älteren beispielsweise ihre Compu­terkenntnisse vertiefen oder diese überhaupt erst erlangen. Manche aber suchen nur das Gespräch oder wollen sich einen Rat holen.

Die „Flotte Lotte“ kann all diesen Wünschen gerecht werden. Sie verfügt über ein umfangreiches Kursprogramm, das durch öffentliche Mittel gefördert wird. Dadurch kann die Teilnahmegebühr dem jeweiligen Geldbeutel angepasst werden. Neben dem Kursangebot findet jeden Dienstag ein Frauenfrühstück statt, bei dem sich die Besucherin­nen austauschen können.

Migrantinnen finden im Sprach­ca­fé die Möglichkeit, deutsche Sprach­kenntnisse zu erwerben bzw. zu vertiefen oder Kontakte zu Nachbarinnen zu knüpfen. Frauen in Kri­sensituationen erhalten Unterstützung, finden auch mit Kindern in einer der drei Wohnungen Zuflucht.

Ratsuchenden stehen u. a. zwei Anwältinnen für Fragen des Sozial- und Arbeitsrechts und des Familienrechts zur Verfügung. Die Beratungsgebühr ist gering, auch völlig Mittellose werden nicht abgewiesen.

Engagierte Mitarbeiterinnen

Die Einrichtung wird seit 1990 - also seit nunmehr 20 Jahren - von Agnes Steyer-Fontana (s. Foto) geleitet, die nach der Geburt ihrer Kinder ein Studium für Erwachsenenbildung absolvierte. Sie ist auch Vorsitzende des Beirats für Frauen- und Mäd­chen­angelegenheiten im Be­zirksamt Reinickendorf und arbeitet eng mit der Frauenbeauftragten Frau Ko­was sowie anderen Einrichtungen des Bezirks zusammen.

In ihrer Arbeit wird Frau Steyer-Fontana von einer weiteren Mitar­bei­terin sowie zwanzig Honorarkräften un­terstützt.

Die „Flotte Lotte“ hat sich natürlich weiterentwickelt. Das ursprüngliche Gründungsziel, dem verordneten Hausfrauendasein zu entfliehen und Geselligkeit zu entwickeln, ist durch den Wunsch, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln und konkrete Problemlösungen zu entwickeln, ersetzt worden. Der Name aber - hergeleitet von einem Passiergerät - bleibt Programm.

Reinickendorf kann sehr froh sein über diese Einrichtung mit ihrer engagierten Leiterin und ihren Mitarbei­terin­nen.

Beate Orth