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Am Rande

Wir in Reinickendorf • 07-08/2011

Ein Hoch auf die Bundeswehr!

Die Soldaten der Bundeswehr, die, wie wir ja alle wissen, unsere Freiheit und Demokratie auch am Hindu­kusch verteidigen, können nicht nur bom­ben und schießen. Sie kümmern sich auch in den Krisengebieten um die Belange der Kinder, die ohne Familie oder andere Angehörige dastehen. Sie organisieren sich in dem Verein „Lachen helfen e.V.“ innerhalb der Bundeswehr.

Diese Familien, z. B. in Afghanistan, sind allerdings vorher bei Angriffen eben dieser Bundeswehr, die dort - Afghanistan grenzt ja be­kannt­lich an Deutschland und hat uns provokativ den Krieg erklärt - unsere Sicherheit verteidigt, als sogenannte Kollateralschäden umgekommen.

Doch keine Sorge, die selben Soldaten zaubern auf die Gesichter der armen Kinder wieder ein Lächeln - indem sie ihnen zum Beispiel Plüschbären schenken...

Wie weggezaubert sind fortan die Traumata dieser Kinder, und auch gleich ihre Obdachlosigkeit, ihre Armut und ihre absolute Hoffnungslosigkeit. Das ist doch mal Effizienz militärischen Handelns.

Froh sind die Soldaten der Bundeswehr. Hauptsache ist, sie können nun wieder ruhig schlafen. Bewiesen ist es nun: Deutsche Soldaten können nicht nur tapfer kämpfen und bei 60 Grad Celsius in ihren Panzern kochen - nein, denn wenn sie nicht selber sterben, können sie später ihren Opfern noch humanitäre Hilfe leisten.

Dolle Sache. Und wenn die deutsche Wirtschaft dann auch noch die zerstörte Infrastruktur wieder aufbauen hilft - und das ist ja wieder gut für unsere Konjunktur, nee, pardon, unsere Sicherheit, dann ist dieser Krieg doch ‘ne runde Sache, oder?

F. Reinecke