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Linke Stimme für Nordberliner

Wir in Reinickendorf • 11-12/2013

Ein Pankower im Bundestag - auch für Reinickendorfer Bürgerinnen und Bürger

Als vor 24 Jahren an der Bornholmer Straße das Mauerdomino seinen Ausgangspunkt nahm, war die Hoffnung groß, dass Berlin bald wieder auch eine homogene Stadt sein wird. Doch in der damaligen Euphorie war wohl eher Wunschdenken der Vater des Gedankens, so manche für überwunden erachteten Grenzen sind bis heute noch immer erlebbar. Zuletzt zum Beispiel bei den Bundestagswahlen. Während sich in Reinickendorf am 22. September Frank Steffel von der CDU zum zweiten Mal über einen Wahlsieg freuen konnte, erhielt im Nachbarbezirk Pankow der LINKE Stefan Liebich erneut die meisten Stimmen.

Gegensätzliche Positionen

Die Positionen der beiden Politiker können in vielen Fragen nicht unterschiedlicher sein. Der Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete kann sich noch immer einen Weiterbetrieb von Tegel auch nach der Eröffnung von BER in Schönefeld vorstellen, und sei es als Regierungsflughafen. Der Pankower tritt dagegen entschieden für eine vollständige Schließung von Tegel ein und fordert Entschädigungen für lärmgeplagte Anwohner. Auch bei anderen Themen liegen Reinickendorf und Pankow im Bundestag diametral auseinander. Der „Schwarze“ gibt Kampfeinsätzen der Bundeswehr im Ausland seinen Segen, der „Rote“ lehnt derartige Einsätze entschieden ab. Und während der CDU-Mann lange gegen einen flächendeckenden Mindestlohn argumentierte, war der Linke von Anfang an dafür.

Angebot an Reinickendorfer

Es ist wahrlich kein Wunschdenken, wenn wir sagen, dass trotzdem auch in Reinickendorf sehr viele Menschen Kampfeinsätze der Bundeswehr im Ausland ablehnen, einen auskömmlichen Lohn für längst überfällig halten und sich danach sehnen, dass endlich, endlich der Flughafen Tegel vollständig geschlossen wird. All diesen Menschen in Frohnau, Tegel, Reinickendorf-Ost wie -West, Heiligensee und Konradshöhe, in Borsigwalde, Waidmannslust, Wittenau und Hermsdorf, im bäuerlichen Lübars wie im großstädtischen Märkischen Viertel stehen Stefan Liebich und sein Team gern zur Seite. Als Ihre Nordberliner Stimme auch im Bundestag.

Hartmut Seefeld

Jeder Mensch sollte frei sein, seinen Lebensort zu suchen.

Für Menschen in Not sollten offene Grenzen in der Europäischen Union existieren, sagt der Linken-Politiker Stefan Liebich. „Politiker haben die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Verhältnisse in der Welt nicht so sind, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen.“

Deutschlandfunk am 8.10.2013