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„Wir können und müssen mehr tun...“

Wir in Reinickendorf • 11-12/2013

Foto: Jürgen Schimrock

Reinickendorfs Integrationsbeauftragter Oliver Rabitsch zu Gast bei der LINKEN

Sein Aufgabengebiet ist umfangreich, es erfordert viel Einfühlungsvermögen, gute Ideen und Kooperationsbereitschaft. Hört man ihm zu, wird schnell deutlich, Oliver Rabitsch hat diese Eigenschaften und er bringt die Leidenschaft mit, die man braucht, um mit beschränkten Sachmitteln (4 000 EUR p.a.) viel zu bewirken.

Schnittstelle und Brücke

Seit November 2012 ist er nun Integrationsbeauftragter im Bezirksamt Reinickendorf, ist Ansprechpartner für die über 50 000 im Bezirk lebenden Menschen mit Migrationshintergrund. Herr Rabitsch fungiert gleichzeitig als Schnittstelle und „Brücke“ für Vereine, Kiezrunden, arbeitet und wirkt mit in Ausschüssen, dem Integrationsrat und Netzwerken und bei Finanzfragen.

Aktuell beschäftigen ihn vornehmlich die Situation der Flüchtlinge, der Roma sowie verschiedene anlaufende Projekte - nicht zuletzt das bezirkliche Integrationskonzept. Auch die interkulturelle Öffnung des Bezirksamts sei ausbaufähig. Es wäre zu früh, ein Urteil abzugeben, doch auch hier wird er gebraucht. Ein Tätigkeitsbericht wird demnächst vorliegen.

Die ca. 20 Integrationslotsen im Bezirk wird man nicht halten können. Er hofft aber, dass künftig sieben Stellen dauerhaft regelfinanziert werden können. Gebraucht werden alle. Sie leisten notwendige und engagierte Arbeit.

Flüchtlinge im Fokus

Die ca. 700 Flüchtlinge und Asylbewerber in Reinickendorf haben in Herrn Rabitsch einen kompetenten und engagierten Ansprechpartner. Noch mehr Plätze werden gebraucht, passende Gebäude gesucht. Inzwischen sei aber die Betreuung, die Beschulung, die gesamte Situation „so gut, wie sie sein kann“. Erfreulich ist, dass die beschworenen Anstiege von Kriminalität und Verschmutzung im Umfeld sich als völlig haltlos erwiesen haben. Die Spenden- und ehrenamtliche Hilfsbereitschaft nehmen dagegen ständig zu.

Akzeptanz befördern

Akzeptanz kann durch die Politik befördert werden - ein Thema auch im bezirklichen Unterstützer-Netzwerk, in dem auch DIE LINKE mitarbeitet. Oliver Rabitschs Konzept hat Präferenzen: Schule, Kita, interkulturelle Angebote, Sport und menschenwürdiges Wohnen. „Wir können und müssen mehr tun, Mit Deutschkursen und Fußball-AG ist es nicht getan...“.

Jürgen Schimrock