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Hebammen nicht im Regen stehen lassen

Wir in Reinickendorf • 05-06/2014

„Wir in Reinickendorf“ sprach mit Dr. Klaus Gloede, stellv. Bezirksvorsitzender der Reinickendorfer LINKEN

Die BVV Reinickendorf hat in ihrer April-Sitzung in einer gemeinsamen Resolution aller drei Fraktionen „die Sicherung des Berufs der freiberuflichen Hebamme für unverzichtbar“ erklärt und den Beschluss des Bundesrates begrüßt, „sich mit der Absicherung der Geburtshilfesituation in Deutschland zu beschäftigen“. Sie fordert die Bundesregierung auf, „zeitnah eine praxisnahe Lösung zu finden, die langfristig gewährleistet, dass Hebammen zu fairen Konditionen und zu einer angemessenen Vergütung weiterhin in Deutschland tätig sein können, damit auch die Versorgung der Reinickendorfer Bevölkerung sichergestellt ist.“ (hervorgehoben durch „WIR“)

Wie steht die Reinickendorfer LINKE dazu?

Keine Frage, wir unterstützen diese Erklärung voll und ganz. Ich möchte  daran erinnern, dass Hakan Taş, Mitglied der Fraktion  DIE LINKE im Berliner Abgeordnetenhaus,  am 8. März 2014 gegenüber Mila Korn von der „zehn mOnde Hebammenpraxis“ in Hermsdorf  unsere Unterstützung für den Kampf der freiberuflich tätigen Familienhebammen für eine Neufestsetzung ihrer Vergütung ausgedrückt hatte. Frau Korn hatte sich dann in einer Einwohnerfrage in der März-Sitzung der BVV erkundigt, wie der Bezirk „sicherstellt, dass (die in der BVV anwesende) Frau Lang im September 2014 bei der Geburt zu Hause durch die freiberufliche Hebamme begleitet werden kann“.  Gesundheitsstadtrat Uwe Brockhausen  (SPD) musste passen und auf die Notwendigkeit einer bundespolitischen Lösung verweisen.

Ich gehe sicher nicht fehl in der Annahme, dass die jetzige BVV-Erklärung  eine leicht verzögerte Antwort an Frau Korn ist. Konsequent wäre es allerdings, wenn CDU, SPD  und B90/Grüne sich nun gegenüber ihren Parteien im Bundestag für einen staatlichen Haftungsfonds für Hebammen stark machten. Sonst  bliebe diese richtige Erklärung nur ein gut gemeintes Stück Papier. Frau Korn und ihre Kolleginnen sowie die von ihnen betreuten Mütter und Kinder in unserem Bezirk dürfen durch die schwarz-rote Koalition nicht länger im Regen stehen gelassen werden.