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Reinickendorf ist SPITZE!

Wir in Reinickendorf • 12/2014

Scharnweberstraße (ausnahmsweise mal fast leer); Foto: Klaus Murawski

Nach dem im Oktober erschienenen Berliner Atlas für Umweltgerechtigkeit nimmt die Scharnweberstraße in Reinickendorf mit fünffachen Belastungen den Spitzenplatz ein. Das verwundert mich angesichts der Faktoren, die dazu beitragen, nicht:

Die Autobahn A111 samt den Auffahrten mit Kfz-Lärm rund um die Uhr, TXL, wo sich bei Flugzeugstarts in Hauptrichtung West der Schall ungehindert nach Osten ausbreiten kann, die Hitze- und Feinstaubbelastungen durch die Abgase von TXL und A111, die wenigen Grünflächen im Wohngebiet, sowie die „einfache Wohnlage“ nach dem Mietspiegel.

Dieses Thema stellte ich mit einer Anwohneranfrage in der Bezirksverordnetenversammlung im November zur Diskussion. Ich setze mich für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft ein -  mit einem sozialen Ausgleich für Menschen auch in diesem Wohngebiet. Bessere Umweltbedingungen gehören unbedingt dazu.

Ein Bezirksverordneter der CDU meinte, wenn man die Situation verbesserte würden die Mieten steigen und die Bewohner verdrängt. Meint er, den sozial Schwächeren im Bezirk könne diese Belastung ruhig zugemutet werden?

M.E. könnte mit Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung wie Tempo 60 auf der A111 und 30 auf den Autobahnzubringern kurzfristig schon viel erreicht werden. Ein Straßenrückbau und eine Begrünung rund um die A111 könnte als nächstes erfolgen. Schallschutzmaßnahmen gegen Fluglärm sollten erneut geprüft werden, denn wann TXL endgültig geschlossen wird, steht längst nicht fest.
Gleichzeitig sollte die Mietpreisbremse im Wohnbereich der Einflugschneisen sofort wirksam werden.

Das Thema wird für ein sozial gerechtes Reinickendorf auf der Tagesordnung bleiben.

Klaus Murawski