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Gleichstellungspolitik in Reinickendorf

Wir in Reinickendorf • 04-05/2015

Der Tätigkeitsbericht für 2014 liegt jetzt vor

Wenn Brigitte Kowas ihren Tätigkeitsbericht für 2014 mit einem Hinweis auf den vorjährigen Gesetzentwurf des Bundeskabinetts zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst einleitet und darin einen „Meilenstein auf dem Wege zur Gleichberechtigung“ und „absolut richtigen Schritt für mehr Gleichheit in der Gesellschaft“ sieht, ist angesichts der heftig geführten Diskussionen über das inzwischen beschlossene Gesetz zu fragen, ob das wirklich so ist?

Noch ist viel zu tun...

Auch Frau Kowas räumt ein, dass noch viel zu tun ist, denn nach wie vor liegt in Deutschland die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen unverändert bei über 20 Prozent. Unter anderem darum will sie nachhaltiger auf die bestehenden Ungleichheiten in den Geschlechterverhältnissen einwirken. Dafür sieht sie Möglichkeiten in ihrer im vergangenen Jahr erfolgten Wahl zur Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros (BAG), womit sie nunmehr die 1.500 deutschen Gleichstellungsbeauftragten vertritt.

Glückwunsch, Frau Kowas, somit findet Ihre Arbeit im Bezirk, auf der Landesebene und im Bund Würdigung und Anerkennung!

Ungleichheit war großes Thema

Dem Jahresbericht für 2014 ist zu entnehmen, dass sich Frau Kowas auch im vergangenen Jahr auf die Überwindung der Ungleichheiten in den Geschlechterbeziehungen, Vereinbarkeit

von Beruf und Familie und Vermeidung von Gewalt an Frauen konzentrierte. Das zeigte sich in den Aktivitäten des Beirats für Frauen- und Mädchenangelegenheiten, der sich insbesondere mit der Flüchtlingsproblematik in Reinickendorf West befasste, in weiteren Initiativen zur Lohnungleichheit, zu gesundheitlichen Fragen sowie zur Situation Alleinerziehender, was für etwa 6.300 Frauen im Bezirk zutrifft.

Mehr Kiezlotsinnen im Bezirk

Als besonderen Erfolg wertet Brigitte Kowas die Übernahme von drei weiteren Stellen für Kiezlotsinnen durch die Senatsverwaltung. Sie würdigt ferner die Arbeit des Arbeitskreises Mädchen zum Internationalen Frauentag „Starke Mädchen – starke Frauen“, die Tanzkampagne „One Billion Rising“ in den Hallen am Borsigturm und die Initiativen zum Equal Pay Day. Sie nennt den Girls’ Day 2014, die Netzwerkarbeit Roma, das Netzwerk Alleinerziehende im Jobcenter, die Arbeitsgruppen im Antigewaltbereich sowie die Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeauftragten.

Optimistischer Ausblick

Zusammenfassend bilanziert Frau Kowas: „Ich blicke optimistisch in das Jahr 2015, denn viele Themen, die bundespolitisch auf der Agenda stehen, werden auch auf der Landes- und Bezirksebene ihre Auswirkungen zeigen.“ Danke, Frau Kowas, für Ihre Arbeit im Jahr 2014 und viel Erfolg bei weiteren Aktivitäten für die Reinickendorferinnen UND Reinickendorfer!

LiLo Joseph