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Volkssolidarität klingt gut, oder?

Wir in Reinickendorf • 11/2000

Ortrud Georgi aus Pankow goes to West

Nun auf MissionsTour?

Was ist dabei? Wir können hier nur gute Werke tun. Die haben auch in Reinickendorf mehr Menschen nötig, als viele denken. Außerdem: Wir sind ja praktisch Nachbarn. Da ist Abschotten ja lächerlich.

Die AWO und die Kirchen tun ihr Bestes ...

... da kommt die Volkssolidarität halt hinzu, ist doch gut. Wie unser Name sagt: Solidarität mit dem Volk und für das Volk. 1945 haben wir uns gegründet, um den Flüchtlingen aus dem Osten erste Hilfen zu geben. Dann kam Eins zum Anderen. Die DDR war ja kein Schlaraffenland. So haben wir uns mehr und mehr um die Älteren gekümmert. Die Portionen Mittagessen möchte ich mal gezählt haben, die meine Leute an die Frau, an den Mann gebracht haben.

Und Ortrud immer dabei?

Mit ungebremster Energie, ich weiß auch nicht, woher die kommt. Da ist mein Verein schon 55 und ich sogar älter und mein Job ehrenamtlich ohne Dienstwagen füllt den ganzen Tag.

Die Ortsgruppen arbeiten. Allein im Prenzlauer Berg sind es 49: Renten und Sozialberatung, Sozialstationen, ein Fuhrpark. Ich freu mich immer, wenn Zivis dabei sind. So viele freundliche junge Männer, die Vernünftiges tun. Bei einem vernünftigen Verein. Volkssolidarität, klingt doch gut, oder?

Ab November im Roten Laden zu erleben?

Ich auf alle Fälle. Am 16. November ab 14 Uhr treffen wir uns erst mal zum Kaffee.

Wir wollen im Roten Laden Renten- und Sozialberatung anbieten. Regelmäßig. Alles, was für ältere Menschen wichtig ist. Und Karten für unser Neujahrskonzert im Berliner Schauspielhaus, billiger als üblich, können vorbestellt werden. Die Polnischen Nachtigallen vor einem Jahr im Dom waren für mich und viele andere unvergesslich ...

Kontakt: Ortrud Georgi, Volkssolidarität Prenzlauer Berg, Telefon: 43 73 26 30

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