Kriminelles
Wir in Reinickendorf • 12/2000
In der Macht der Großbanken fokussiert sich alles, was die demokratische Gegenwehr der Linken herausfordert.
Die Großbanken sind Jobkiller, Steuerhinterzieher, Manager der Klimakatastrophe, Gewinner von Sozialabbau, Demokratiefeinde, Waffendealer und Hauptverursacher des Hungers in der Dritten Welt.
Ein langer Atem ist nötig, um das scheinbar unanfechtbare Agieren von Deutscher Bank und Co zum Thema einer kritischen Öffentlichkeit zu machen.
Diese Kolosse sind angreifbar: Organisiert die Filialen aufzusuchen und Gesprächsverweigerung nicht zuzulassen, halte ich für eine gute Methode. Wie viele Sozialhilfeempfänger/innen haben in der letzten Zeit ein Girokonto eröffnet? Wir hoch waren wohl die Verdienste am Kosovo-Krieg? Die Verquickung mit den Nazis?
Oder mit Blick auf den kommenden 1. Mai zu überlegen, uns mit anderen Linken in anderen Großstädten auf fünf Kontinenten per Internet zu vernetzen. An diesem Kampftag der internationalen Opfer des Neoliberalismus gemeinsame Forderungen auf gemeinsame Filme zu bringen und sie gemeinsam anzuschauen. Das wäre eine Idee. Die Bilder der Gegenmacht haben eine eigene Sprache!
Auf 16 Schautafeln dokumentieren wir: »Deutsche Banken – eine Kriminalgeschichte«.
Der Auftakt unserer Kampagne war am 16. Juni in Frankfurt / Main. Auf dem Opernplatz. Gemeinsam mit Künstlern, Gewerkschaftern, Liedermachern und Rockern machten wir klar: Ohne die Vormachtstellung der Banken in den Konzernaufsichtsräten zu überwinden, den Einfluss auf Staat und Politik zurück zu schrauben, sind wesentliche Fortschritte zum Beispiel in der Sozialpolitik oder im Umweltschutz nicht zu erwarten.
Am 5. Dezember kommt die Ausstellung in den Roten Laden. Ich werde sie eröffnen und freue mich auf die Debatte. Beginn 18 Uhr. Bis bald.
Diether Dehm,
stellv. Bundesvorsitzender der PDS

