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Not welcome, Miss Liberty!

Wir in Reinickendorf • 1/2009

Die Statue des Anstoßes; Foto: Martin Vègh

Bezirksamtsschimmel vs. Freiheitsstatue

Ausgerechnet Herr Balzer, Reinickendorfer CDU-Baustadtrat, bemüht derzeit die sonst von seiner Partei regelmäßig kritisierte Bürokratie aus dem Bezirksamt, um eine kleine Kopie des wohl symbolträchtigsten Ausdrucks bürgerlicher Freiheit, die New Yorker „Miss Liberty“, aus dem Bezirk entfernen zu lassen.

Mit der Freiheitsstatue, gedacht als nur temporärer Blickfang, wollte der Betreiber der Gaststätte „Alte Waldschänke“ an der Karolinenstraße, Gerhard Boltz, anlässlich eines Empfangs zur Amtseinführung des zukünftigen Präsidenten der USA, Barack Obama, auf die Deutsch-Amerikanische Verbundenheit hinweisen.

Zunächst vom Bauamt als „denkmaluntauglich“ bewertet, sei eigentlich gegen eben diese nichts einzuwenden - es fehle aber, so die Sicht Balzers, die korrekte Beantragung der Aufstellung durch Boltz im Vorfeld. Die „Waldschänke“ stehe unter Denkmalschutz - und die Statue dieser zu nahe. Na, da wieherts doch.
Lässt hier nur Schilda grüßen, oder ist da nur jemand ohne Wissen und ohne Absegnung seitens der selbsternannten Reinickendorf-Partei aktiv geworden? Fühlt sich der politische Schutzpatron für das, ihm geneigte, Unternehmertum im Bezirk übergangen?

Wie heißt es doch sonst aus der BVV, zumindest wenn um die CDU-Bezirksbürgermeisterin geht: Mutige Fehler könnten auch zu Erfolgen führen. Es scheint, dies gilt nicht für alle Reinickendorfer - angesicht einer 500 000 Euro (!) Strafandrohung seitens des Bezirksamtes.

Vielleicht beantragt ja Herr Boltz bei Stadtrat Balzer, dass die Statue zukünftig vor dem Rathaus ihren Platz fände, natürlich denkmalsgerecht - und damit der mit ihr verbundene Geist bürgerlicher Freiheit auch in dessen Hause  Einzug halten könne- natürlich fristgerecht.

H. Jusch


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