Kinderrechte ins Grundgesetz! Oder zumindest in die Landesverfassung?

Jessica Gerke

Diskussionsveranstaltung

Mit Sebastian Schiller und André Neupert vom Deutschen Kinderhilfswerk haben wir über den neuen Kinderrechteindex  diskutiert: von Schutz, Bildung, Beteiligung und ein Aufwachsen ohne Armut - Kinder und Jugendliche haben Rechte. Wie gut oder schlecht diese jedoch umgesetzt werden, da gibt es zwischen den Bundesländern teils große Unterschiede. Eins ist jedoch überall: Kinderrechte sind nach wie vor zu stark von Herkunft und Wohnort abhängig.

In einigen Bereichen schneidet Berlin besser ab als andere Bundesländer - so ist die intergrierte Kinderarmutsstategie und das unter linker Regierungsbeteiligung eingeführte Jugendfördergesetz fast einzigartig. Gleichzeitig könnten wir mehr tun: von den dreckigsten Schulklos in Deutschland bis hin zu Verwaltungswirrwar. Eine Forderung stach besonders hervor: als Linke kämpfen wir schon lange dafür, Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen. Solange das nicht umgesetzt wird, kann man Kinderrechte aber auch in der Landesverfassung verankern - Bremen und Hessen sind machen es vor. 

Sehr spannend war auch der Austausch mit Cindy Franke, Koordinatorin für Kinder- und Familienarmutspravention im Bezirksamt Reinickendorf, die die Bundes- und Landesperspektive um die Reinickendorfer Kommunalperspektive ergänzen konnte.