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Bewerbung als Friedhofsgärtner für den Flughafen Tegel

Wir in Reinickendorf • 07/2007

Bezirksbürgermeisterin Wanjura (CDU) will Flughafen Tegel auch nach Inbetriebnahme von BBI in Schönefeld als Geschäfts- und Re­gierungsflughafen erhalten.

So nicht, Frau Wanjura!

Symbolischer Grabstein für den Flughafen Tegel

Die Reinickendorfer Bezirksbürgermeisterin Marlies Wanjura (CDU) hat sich in der BVV am 13. Juni 2007 erneut dafür ausgesprochen, dass der Flughafen Tegel auch nach Inbetriebnahme von BBI in Schönefeld als Geschäfts- und Re­gierungsflughafen erhalten bleibt. Schließung bedeute die Vernichtung von Volksvermögen. Hillary Clinton als künftige Präsidentin der USA wolle doch si­cher nicht in Schönefeld, son­dern auf einem richtigen Regierungsflughafen landen. Wer Bürgerruhe als do­minierenden Faktor für seine Entscheidung anse­he, sollte eher Friedhofsgärtner werden. Wer glaube, dass Schönefeld 2011 ans Netz gehe, denke wohl auch, dass Zitronen­falter Zitronen falten.
Frau Wanjura ignoriert völlig die Rechtslage. Ihre Position ist nach Auffassung des Senats realitätsfern. Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte erst am 26. April 2007 erneut bekräftigt, dass die innerstädtischen Flughäfen Tegel und Tempelhof im Zuge des Ausbaus von BBI für jeglichen Flugverkehr geschlossen werden.

Das ist empörend: Frau Wanjura verhöhnt die 400 000 Anwohnerinnen und Anwoh­ner in Spandau, Reinickendorf, Wedding und Pankow, die in der Einflug­schneise vom Flughafen Tegel leben und seit Jahrzehnten durch den Flugver­kehr mit seinem Lärm- und Gefahrenpotential direkt betroffen sind.

DIE LINKE Reinickendorf ist der Meinung, dass die zynische Mißachtung der Inter­essen von zehntausenden Bürgerinnen und Bürgern unseres Bezirkes und unserer Stadt durch Bezirksbürgermeisterin Wanjura und ihre Partei nicht einfach so hinge­nommen werden kann. Mit solcher Art von Politik nach Guts­frauenmanier muss Schluss sein!

Wir unterstützen die Forderung des Abgeordnetenhauses, für den Bereich des Flug­hafens Tegel die im Planwerk Westraum festgeschriebenen Entwicklungslini­en fortzu­führen und zu konkretisieren und dazu einen breiten öffentlichen Diskussionsprozess unter Einbeziehung der unmittelbar angrenzenden Bezirke, der Bevölkerung Berlins und aller gesellschaftlichen Kräfte einzuleiten.

Wir fordern Bezirksamt und BVV auf, eigene Vorstellungen zur Nachnutzung des Flughafens zu entwickeln. Die Reinickendorfer Bürgerinnen und Bürger müssen dabei mitreden können! Eine internationale Ideenwerkstatt, wie von der Reini­ckendorfer „Bürgerinitiative gegen das Luftkreuz“ vorgeschlagen, wäre dafür ein ge­eigneter Rahmen.

Kein Fluglärm mehr über Reinickendorf!
Flughafen Tegel dicht machen!
Nachnutzung diskutieren!

DIE LINKE empfiehlt den Betroffenen, sich bei Frau Wanjura als Friedhofsgärtner zu bewerben und bietet einen Bewerbungsbrief zur Nachnutzung an.